Die Diktatur der Uhr - Mëisules dala Biesces - Sella

 

Erstbegeher: Matteo Vinatzer und Aaron Moroder 27.07. + 14.08.2019  (Frei begangen am 14.09.2019 zusammen mit Mirko Fill)

Schwierigkeit: VII+

Länge: 250m

Stunden:  3h

Zugang: Man parkt das Auto in der Rechtskehrer oberhalb des Chalet Gerard. Vom Parkplatz steigt man durch den Wald über den Kamm in Richtung der gut zu sehenden Wand hoch (SO). Unter der Wand angelangt folgt man einem Grasband richtung Osten (Steinmänner) in kürze bis zum Einstieg. (20 min)

Abstieg: Vom Ausstieg der Route steigt man über die Gipfelwiese ca 40 m weiter auf und erreicht den Weg welcher in östliche Richung führt. Man folgt diesem vorbei am Östlichen und Westlichen Mëisules Turm abwechselnt über Felsbänder, Pfade und Schutt immer den Steinmännern folgend um dann nordseitig zur Straße abzusteigen und über diese zurück zum Auto. (45 min)

 

Beschreibung: 

Nach einem ersten Versuch im Juli, der vom Regen aufgehalten wurde kehrten wir im August zurück um diese, sehr gelungen Route, fertigzustellen.

Die Route verläuft abwechseltn über steile Wandpartien, die atletische Bewegungen erforden und kompakte "Mëisulesplatten" die dem Techniker zugutekommen. Der Fels ist durchwegs von bester Beschaffenheit, auch im oberen Bereich. Die Stände sind eingerichtet, alle Zwischenhaken wurden belassen und auch diverse Sanduhren  sind bereits gefädelt. Wiederholern empfielt sich eine gut ausgewählte Serie Friends unterschiedlicher Größe mitzuführen. 

Die dritte Seillänge könnte gemeinsam mit der Route "L Sunel" (Karl Vinatzer und Ivo Rabanser 08.08.1987) verlaufen. Aus den vorhandenen Skizzen ist nicht klar ersichtlich wie die Route verläuft und selbst die Erstbegeher wussten nicht exakte Auskunft zu geben. Da die Route "L Sunel", dem damaligen Geist der Zeit entsprechend, mit rigorosem Minimalismus eröffnet wurde, waren auch keinerlei Spuren zu finden. 

Auch nach dieser Tour erwartet den Kletterer die allseits bekannte Gipfelwiese. Der kurze Zu- und Abstieg sollten auch gehfaulerer Alpinisten nicht abschrecken. Und wer weiß? Vielleicht kann man die Kletterei eines Tages sogar ohne Motorradlerm genießen.